Zukunft Ost – Diskussion mit Katrin Lange und Matthias Platzeck

Zukunft Ost – wie können wir auch in schwierigen Zeiten an den Beziehungen zu Russland arbeiten? Über diese und viele weitere Fragen diskutierte ich mit Katrin Lange, stellv. Vorsitzende der SPD Brandenburg und Matthias Platzeck, Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums am 13. September im SCALA Kulturpalast in Werder/Havel.
Unsere Antwort: wir brauchen gerade jetzt auf zivilgesellschaftlicher Ebene einen Austausch, um einander zu kennen und von einander zu lernen. Entfremdung ist gefährlich. Dafür müssen Städte- und Schulpartnerschaften ausgebaut werden. Nur vier Kommunen in Brandenburg und nur 100 in Deutschland haben eine Städtepartnerschaft mit einer Kommune in Russland. Zum Vergleich: Allein zwischen Frankreich und Deutschland gibt es 2.500.
Etwa 40 Bürgerinnen und Bürger verfolgten die Diskussionsrunde, die ich moderieren durfte. Vielen Dank für die rege Beteiligung und die vielen Fragen in Wir sind Werder.
Es gibt viel zu tun.

Wie machen wir unseren ländlichen Raum zukunftsfähig? Unterwegs mit Rolf Mützenich

Ob „Coconat – a wokation retreat“ in Klein Glien oder das Ernst von Bergmann Klinikum in Bad Belzig: Beide haben eines gemeinsam. Die Expertinnen und Experten vor Ort gaben mir mit auf dem Weg, dass eine der größten Lasten, mit denen sie tagtäglich zu kämpfen haben, bürokratische Abstimmungsprozesse sind.
Mit dem Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion Rolf Mützenich, MdB, besuchte ich den Co-Working-Space in Klein Glien. Ein riesiges Gehöft mitten im ländlichen Raum, das von Menschen aus der ganzen Welt zum Leben und Arbeiten genutzt wird. Ich bin beeindruckt, wie viel Kreativität und Kraft von diesem Ort ausgeht. Gründer Janosch Dietrich betonte, dass es ihm nicht nur darum gehe, Arbeitsplätze für Großstädterinnen und Großstädter in der brandenburgischen Natur anzubieten sondern auch darum, eine Verbindung zum „alten“ Dorf aufzubauen und zu erhalten. So wurde in den letzten Monaten kurzum eine Pizzabäckerei aufgebaut, die es allen Bewohnerinnen und Bewohnern von Klein Glien Corona-gerecht erlaubte, Gemeinschaft mit Abstand zu erleben. Das preisgekrönte Projekt Coconat kann sich vor Anfragen kaum retten und möchte weitere Plätze ausbauen. Die notwendigen baurechtlichen Schritte kosten aber nicht nur viele Nerven sondern auch Zeit und Geld. Bevor auch nur ein Stein gesetzt ist, können Monate ins Land gehen. Wenn ich Bundestagsabgeordnete werde, möchte ich mich gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Erfahrungsbereiche zusammensetzen und beraten, wie wir Rechtssicherheit und Pragmatismus besser unter einen Hut bekommen.
Im Klinkum Ernst von Bergmann Bad Belzig wurde Rolf Mützenich und mir von der Klinikleitung ebenfalls vorgetragen, dass der bürokratische Aufwand für viele Patientinnen und Patienten so hoch sei, dass zum Teil mehr Zeit für das Ausfüllen der Berichtsbögen als für die Arbeit am Krankenbett zur Verfügung steht. Auch hier gilt, dass wir ins Gespräch kommen müssen. Denn eins ist klar: Pflegearbeit muss am Menschen und nicht auf dem Papier stattfinden.

Mit Dietmar Woidke zu besuch in Oehna und Langenlipsdorf

Wie ist die Situation in Handwerk und Landwirtschaft? Gemeinsam mit Dietmar Woidke besuchte ich Betriebe in Langenlipsdorf und Oehna.
Bei der Firma SIK-Holz hießen wir am Mittwoch 12 neue Auszubildende willkommen, auf dass sie beim Bau der einzigartigen Spielplätze im Handwerk glücklich werden. Der Betrieb aus Langenlipsdorf ist mit über 200 Arbeitnehmern einer der größten der Region und weltweit gefragt. Eine neue Halle wurde kürzlich mit einer Holzschnitzelheizung der Firma Geier ausgestattet. Timo Geier zeigte uns die beeindruckende Heizung. Wir überraschten ihn mit einer Flasche Klosterbruder und Blumen zum Firmenjubiläum – 70+1 Jahre bei einer Firma in 3. Generation müssen gefeiert werden. Das Handwerk lebt! Nun müssen wir gemeinsam gegen den Fachkräftemangel ankämpfen.
Im Anschluss ging es zur Oehnaland Agrargesellschaft, um über die Zukunft der Landwirtschaft zu sprechen. Oehnaland beschäftigt zurzeit 13 Auszubildende und bringt sich aktiv ins Gemeindeleben ein. Die Leistung und harte Arbeit der Landwirte für uns alle muss wertgeschätzt werden. Die Bekämpfung des Klimawandels und der Ausbau erneuerbarer Energien muss eine Gemeinschaftsleistung mit der Landwirtschaft sein! Das wichtigste dabei: Ein gemeinsamer Fahrplan und Dialog!
Mit dabei unsere Landratskandidatin Dietlind Biesterfeld, Karolin Geier
Erik Stohn, MdL.

Pflege, Gesundheit und Ernährung. Mit Hubertus Heil unterwegs.

Ohne gute Pflege und Gesundheitsversorgung ist alles nichts. Mit Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales und Günter Baaske, MdL besuchte ich am 31.08 die Kliniken Beelitz GmbH.
Eine gute Gesundheitsversorgung mit fairen Arbeitsbedingungen auch im ländlichen Raum ist der Schlüssel zu gleichwertigen Lebensverhältnissen. Aus diesem Grund waren uns der Rundgang sowie der Austausch mit den Pflegerinnen und Pflegern, dem Pflegedirektor, dem medizinischen Personal sowie der Geschäftsführung besonders wichtig.
Mit über 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind sie einer der größten Arbeitgeber in der Region und wächst weiter. Sie bieten zudem fast 200 Ausbildungsplätze pro Jahrgang an. In Zeiten des Fachkräftemangels ist dies Gold wert.
Im Anschluss ging es auf den Spargelhof und Erlebnishof Klaistow, um über die Situation der Landwirtschaft, Regionalität, Saisonalität und gesunde Ernährung zu sprechen. An diesem Wochenende startet die Kürbiszeit! Die diesjährige Kürbis-Ausstellung unter dem Motto „Konzert der Kürbisse“ ist einen Besuch wert! Danke für den guten Austausch.

Ehrenamt stärken – Lebendige Dörfer Besuchen

Sabinchen on fire! hieß es heute für Günter Baaske und mich mit Vivien Stolze-Lange und Hans-Jörg Stolze, dem Sabinchenpaar Treuenbrietzen von 2018, auf dem Sabinchenfest in Treuenbrietzen. Zusammen mit der Feuerwehr feiert der Sabinchenverein ein rauschenden Fest.
Im Anschluss ging es zum Sommerfest nach Seddin. Dort wartete leckerer Kuchen, viele gute Gespräche und ein herzlicher Empfang des Ortsvorstehers Hartmut Schäfer auf Hugo und mich. Im Gepäck hatten wir einem Kasten Bier für die Kameraden der Feuerwehr.
Gut Schlauch.

Stahl hat Zukunft. Olaf Scholz zu Gast in Brandenburg an der Havel

Wie Stahlproduktion von der Schrotthalle über das Stahlwerk bis zum Walzwerk betrieben wird, zeigte mir und Olaf Scholz heute RIVA Deutschland im Elektrostahlwerk bei uns in Brandenburg an der Havel.
In heißer Umgebung zeigte uns Geschäftsführer Lorenzo Riva und Geschäftsführerin Katja Rex, wie Schrott als Rohstoff für die Stahlproduktion in den zwei Elektroöfen genutzt wird und Walzdraht geformt wird. Frage und Antwort standen uns Gabriele Schiavone, der die Stahlproduktion verantwortet, sowie Walzwerkleiter Matthias Sommer.
Besonders wichtig war für uns der Austausch mit Betriebsrat und Ausbildungskoordinator Ronny Heilscher. Auch hier ist Fachkräftegewinnung eine Herausforderung. Es gibt gute Kooperationen mit Schulen vor Ort und eine Übernahme nach Abschluss der Ausbildung. Entscheidend sind vor allem auch gute Tarifverträge und Arbeitsbedingungen.
Danke für die tiefen, heißen und spannenden Einblicke in die schwere und wichtige Arbeit des Werkes in unserer Stahlarbeiterstadt!

Besuch der Carl-Ferdinand-Wiesike-Straße in Plaue

Gemeinsam mit Ortsvorsteher Udo Geiseler besuchte ich die Carl-Ferdinand-Wiesike-Straße in Plaue und informierte mich über die Probleme vor Ort.
Ortsvorsteher Udo Geiseler zeigte mir und berichtete über die unhaltbaren Zustände von Vermüllung, Schrottautos und Ruhestörung.
Hier müsse dafür gesorgt werden, dass Gesetze und Verordnungen durchgesetzt werden. Ich werde alles was ich kann tun, um den Plauern dabei zu helfen.
Politik bedeutet vor Ort nach Lösungen suchen. Über den Dank, dass ich im Wahlkmampf nicht nur zu „Wohlfühlterminen“ fähre, sondern mich auch unbequemen Themen stelle habe ich mich ebenso gefreut, wie ich es für selbstverständlich halte.
Von Vertreterin und Vertretern die in den Bundestag wollen und im Bundestag sind, wird dies zurecht erwartet.

Werder trifft Werder

Der Präsident des Werderander FC und Vorsitzender des Stadtsportbunds Klaus-Dieter Bartsch zeigte Willi Lemke, dem ehemalieger Manager des SV Werder Bremen, Sportsenator der Hansestadt und UN Sonderbeauftragter für Sport und mir das Vereinsgelände.
Eine Freude war es auch kurz beim Abschlusstraining der 1. Herren vor dem Spiel gegen Eisenhüttenstadt vorbeizuschauen. Im Anschluss tauschten Willi und ich uns mit Barschi, der Geschäftsführung und dem Jugenbereichstleiter zusammen mit Nadine Lilienthal, SPD-Fraktionsvorsitzende in Werder, über die aktuellen Herausforderungen aus.
Sport macht nicht nur Spaß, sondern bringt den jungen Kickern auch spielerisch Regeln bei. Durch ihn lernen wir – gleich ob nach Erfolg oder Niederlage – wieder aufzustehen, weiter zu machen, im Team zu spielen und unser Bestes zu geben. Der ehrenamtliche Einsatz der Trainer und Vereinsführung ist unbezahlbar. Dies muss gefördert und honoriert werden!

Fussbälle für die Jugend von Süd05

Sport hält uns fit, Vereine stärken unser Miteinander und Fussball ist unser Leben.
Mit dem ehemaligen Fussballmanager des SV Werder Bremen Willi Lemke besuchte ich den BSC Süd 05. Wir erkundigten uns über die Sitation im Jugendfussball und die Lage des Vereins in der Corona-Zeit.
Für die Jugend von Süd hatten wir eine Überraschung im Gepäck. Mit unserem Vorsitzenden Christopher Jahn und Britta Kornmesser hatten wir als SPD Altstadt/Nord Spenden für 30 neue Fußbälle gesammelt, die ich übergeben durfte. Beeindruckt war ich von dem durch Hoppel astrein gepflegten Werner-Seelenbinder-Sportplatz. Willi meinte gleich, der Taugt mindestens für die 3. Liga.